Vor allem bei Patienten, die an Problemen in zwischenmenschlichen Beziehungen leiden, oder wiederholt ähnliche Verhaltensmuster erkennen, die zu Problemen führen, ist eine Gruppentherapie indiziert. Zusätzlich zu der Gruppenleiterin können ihnen bis zu acht weiteren Personen helfen, Ihre Probleme zu verstehen. In der Einzeltherapie ist es oft unmöglich, das Beziehungsverhalten, unter dem Sie leiden, direkt zu beobachten. Indem andere Sie in der sozialen Situation der Gruppe erleben, kann dieses Verhalten dagegen sichtbar gemacht, verstanden und verändert werden. Sie müssen auch nicht die ganze Arbeit allein machen – indem die anderen Gruppenteilnehmer sich mit ihren Problemen auseinandersetzen, können auch Sie etwas für sich lernen. Am Meisten profitieren Sie jedoch, wenn Sie sich aktiv mit Ihren Themen in die Gruppe einbringen.

Die allermeisten Menschen sind vor der ersten Gruppensitzung aufgeregt. Es ist verständlich, und auch ich wäre aufgeregt vor einer neuen Gruppe. Wenn Sie sehen, wie die Anderen sich öffnen können, und wie behutsam und verständnisvoll die Gruppe reagiert, wird Ihre Aufregung weniger werden. Zu der eigenen Entwicklung gehört aber auch Konfrontation und Unterstützung der Gruppe, neue Verhaltensweisen auszuprobieren. Eine wichtige Schutzmaßnahme für die Gruppenpsychotherapie ist daher Ihre Erklärung zur Schweigepflicht.

Die Gruppentherapie findet in meiner Praxis wöchentlich donnerstags von 15:00 bis 16:40 Uhr und freitags von 10:00 bis 11:40 statt. In einem Kalenderjahr werden zirka 40 Termine geplant, wegen Ferien und Feiertagen bleiben etwa 12 Wochen im Jahr „gruppenfrei“. Sich für eine Therapie zu entscheiden bedeutet, für eine gewisse Zeit im Leben der Therapie Vorrang zu geben. Dazu gehört eine regelmäßige Teilnahme an der Gruppe.